Kick-off: Erhebungsphase zur Vorbereitung deutscher Großstädte auf Stromausfälle startet im Mai

07.05.2018

Kick-off: Erhebungsphase zur Vorbereitung deutscher Großstädte auf Stromausfälle startet im Mai

In Kalenderwoche 19/2018 startet die Erhebung zum Projekt „Stärkung der Resilienz und Schutz der Stromversorgung im städtischen Handlungsraum“ der KRITIS-Kollegiatin Alice Knauf.

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Insbesondere die großen Ballungsräume und Städte moderner Gesellschaften werden immer abhängiger von sogenannten Kritischen Infrastrukturen, also von jenen Systemen, die für die Aufrechterhaltung zentraler Versorgungsfunktionen und damit auch von gesellschaftlichen Funktionen zentral sind. Die Stromversorgung gilt dabei als eine der Infrastrukturen, die besonderes Gewicht hat, da ein lang anhaltender Stromausfall zu weitreichenden Kaskadeneffekten mit gesellschaftlichen Auswirkungen führen kann: Betroffen sind dann unter anderem die öffentliche Sicherheit und die Nutzungsmöglichkeiten von Kommunikationsmitteln, aber auch Versorgungseinrichtungen wie etwa Krankenhäuser oder Wasserwerke.

Das Projekt der Doktorandin Alice Knauf nimmt sich diesem Szenario an und verfolgt dabei drei Ziele: (1) Eine Bestandsaufnahme der Aktivitäten, die von deutschen kreisfreien Großstädten seitens der Katastrophenschutzämter zur Vorbereitung auf einen Stromausfall ergriffen werden. (2) Die Identifizierung von Faktoren, die zu einem hohen Aktivitätslevel führen und (3) die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Förderung des Themas auf der urbanen Agenda.

Zentrales Element der Untersuchung ist eine Erhebung mit Hilfe eines Onlinefragebogens, der an die Katastrophenschutzämter bzw. Feuerwehren der Städte gesendet wird. Die Erstellung des Fragebogens wurde durch Gespräche mit Feuerwehrmännern und -frauen sowie mit Expertinnen und Experten aus dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beratend unterstützt. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) empfiehlt ausdrücklich eine Teilnahme an der Befragung. Die Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren (AGBF) informierte bereits im April seine Mitglieder über die Erhebung. Nun ist es soweit: Die Erhebung beginnt. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

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