Vianden

Benedikt Vianden

 

Zugehörigkeit:

Institut für Geschichte, Fachgebiet Neuere und Neuste Geschichte


Forschungsinteressen:

  • Kolonialismus
  • Israelische Geschichte
  • Infrastrukturgeschichte
  • Deutsche Geschichte
  • Amerikanische Geschichte


Dissertationsprojekt:

Die Infrastruktur der schwäbischen Tempelgesellschaft in Israel/Palästina (Arbeitstitel)

Das Projekt behandelt die infrastrukturellen Anstrengungen der „Tempelgesellschaft“ aus dem damaligen Königreich Württemberg, welche ab 1868 nach Palästina übersiedelte und dort Kolonien gründete. Die Templer entstammten der pietistischen Bewegung und kamen im Zuge der Abspaltung von der Landeskirche zur Überzeugung, das „Heilige Land“ für die Rückkehr Christi wieder kultivieren und vorbereiten zu müssen. Im Zuge dieses Projektes legte die Religionsgemeinschaft dort Siedlungen an, verbesserte den Zugang zu den dortigen Pilgerstätten und mischte sich stark in Infrastrukturprojekte im damaligen Palästina ein. Das dabei aufgebaute infrastrukturelle Netzwerk legte einen wichtigen Grundstein für die weitere Entwicklung Palästinas und Israels und wirkt bis in die heutige Zeit nach.

Die Arbeit betrachtet in diesem Kontext vor allem den wichtigsten und ersten Siedlungspunkt der Templer, Haifa, an der nordwestlichen Küste des heutigen Israel. Die Templer trugen hier maßgeblich dazu bei, dass sich Haifa von einem unbedeutenden Städtchen zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes entwickelte.

Es soll im Zuge der Arbeit untersucht werden, wie diese „religiöse“ Infrastruktur legitimiert wurde, unter welchen Bedingungen deren Konstruktion stattfand und ob wirtschaftliche Motive (Kutschendienste, Pensionen, etc.) die eigentlichen Gründe für den Ausbau sukzessiv verdrängten. Weiterhin soll unter dem Konzept der Kritikalität erforscht werden, welchen Stellenwert die Infrastruktur im Denken der Tempelgesellschaft und ihren Plänen für das „Heilige Land“ einnahm.

 

Studium & Ausbildung

Berufserfahrung