Marcel Siegler (geb. Müller) M.Ed

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Work S4|24 103

FB 2: Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Institut für Philosophie, Fachgebiet Technikphilosophie

  • Technikphilosophie
  • (Post-)Phänomenologie
  • Existenzphilosophie
  • Existenzialismus
  • Philosophie der Mensch-Technik-Interaktion

Forschungsprojekt „Die letzten Dinge: Technikphilosophische Reflexionen zur materiellen Kultur des Sterbens“


Der Tod hat als elementarer Bestandteil unseres Lebens auch in unserer hochtechnisierten Welt nichts von seiner Signifikanz verloren. Auch wenn das Sterben und der Umgang damit in vielen Teilen der Welt unter Anderem aufgrund steigender Lebenserwartung durch Fortschritte der modernen Medizin immer mehr aus dem alltäglichen Leben zu verschwinden scheint, bleibt es als unabdingbarer Teil unserer Existenz dennoch allgegenwärtig.

Seit der Antike sind Tod und Sterben immer wiederkehrende Themen philosophischer Betrachtung. Dabei geht es beispielsweise um die Frage nach Sinn und Bedeutung von Tod und Sterben für unsere Lebensführung und deren Status als Gut oder Übel für unsere Existenz. Unser Lebensende ist jedoch nicht nur mit Fragen nach Sinn, Unsinn, Bedeutung und Dimension unseres Ablebens verbunden. Es ist auch auch von teils banal anmutenden und teils hochkomplexen materiellen Dingen und rituellen Praktiken geprägt, die in unterschiedlicher Art und Weise unsere Verhältnisnahme zu Tod und Sterben bedingen. Im Sinne einer technischen Vermittlung ermöglichen uns Real-, Intellektual- und Sozialtechniken verschiedene Dimensionen des Erfahrens, des Verständnisses und der Vergegenwärtigung von Sterbensprozessen. Bisweilen scheint es in der Forschung jedoch eine Lücke hinsichtlich jener ritueller Praktiken und technischen Artefakte zu geben, die unmittelbar in Sterbeprozessen involviert sind und die Erfahrung und die damit verbundene lebensweltliche Verhältnisnahme zu Sterben und Tod aus Sicht Sterbender und Betroffener vermitteln. Mit meinem Forschungsvorhaben versuche ich, diese Lücke teilweise zu schließen.

In meinem Forschungsvorhaben beschäftige ich mich mit der Erforschung praktischer Konstellationen von Mensch und Technik in konkreten Situationen des Sterbens hinsichtlich der Art und Weise, wie in diesen Situationen die Erfahrung, das Verstehen und gegebenenfalls die Bewältigung dieser Situationen von Sterbenden und Betroffenen durch Technik vermittelt wird.

Müller, M. (2020, forthcoming). Structure and Background. The Influence of Infrastructures on Human Action. In M. Nagenborg, T. W. Stone, M. González Woge, & P. E. Vermaas (Eds.), Technology and the City. Towards a Philosophy of Urban Technologies. Basel: Springer International Publishing.

Lukitsch, K., Müller, M., & Stahlhut, C. (2018). Criticality. In J. I. Engels (Ed.), Key Concepts for Critical Infrastructure Research (pp. 11–20). Wiesbaden: Springer VS.

Müller, M. (2017). The Urban Disposition. A Sartrean Framework for the Analysis of Urban Life. filosofia. Revista Da Faculdade de Letras, 34. 187-203. Link

Müller, M. (2016). Neue Kriterien – neue Chance? Zum Abschlussbericht der Endlagerkommission. Forschungsjournal Soziale Bewegungen. Analyse zu Demokratie und Zivilgesellschaft, 4/16. 134-138.

Bereich

FB 2: Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Institut für Philosophie, Fachgebiet Technikphilosophie

Forschungsinteressen

  • Technikphilosophie
  • (Post-)Phänomenologie
  • Existenzphilosophie
  • Existenzialismus
  • Philosophie der Mensch-Technik-Interaktion

Forschungsprojekt

Forschungsprojekt „Die letzten Dinge: Technikphilosophische Reflexionen zur materiellen Kultur des Sterbens“


Der Tod hat als elementarer Bestandteil unseres Lebens auch in unserer hochtechnisierten Welt nichts von seiner Signifikanz verloren. Auch wenn das Sterben und der Umgang damit in vielen Teilen der Welt unter Anderem aufgrund steigender Lebenserwartung durch Fortschritte der modernen Medizin immer mehr aus dem alltäglichen Leben zu verschwinden scheint, bleibt es als unabdingbarer Teil unserer Existenz dennoch allgegenwärtig.

Seit der Antike sind Tod und Sterben immer wiederkehrende Themen philosophischer Betrachtung. Dabei geht es beispielsweise um die Frage nach Sinn und Bedeutung von Tod und Sterben für unsere Lebensführung und deren Status als Gut oder Übel für unsere Existenz. Unser Lebensende ist jedoch nicht nur mit Fragen nach Sinn, Unsinn, Bedeutung und Dimension unseres Ablebens verbunden. Es ist auch auch von teils banal anmutenden und teils hochkomplexen materiellen Dingen und rituellen Praktiken geprägt, die in unterschiedlicher Art und Weise unsere Verhältnisnahme zu Tod und Sterben bedingen. Im Sinne einer technischen Vermittlung ermöglichen uns Real-, Intellektual- und Sozialtechniken verschiedene Dimensionen des Erfahrens, des Verständnisses und der Vergegenwärtigung von Sterbensprozessen. Bisweilen scheint es in der Forschung jedoch eine Lücke hinsichtlich jener ritueller Praktiken und technischen Artefakte zu geben, die unmittelbar in Sterbeprozessen involviert sind und die Erfahrung und die damit verbundene lebensweltliche Verhältnisnahme zu Sterben und Tod aus Sicht Sterbender und Betroffener vermitteln. Mit meinem Forschungsvorhaben versuche ich, diese Lücke teilweise zu schließen.

In meinem Forschungsvorhaben beschäftige ich mich mit der Erforschung praktischer Konstellationen von Mensch und Technik in konkreten Situationen des Sterbens hinsichtlich der Art und Weise, wie in diesen Situationen die Erfahrung, das Verstehen und gegebenenfalls die Bewältigung dieser Situationen von Sterbenden und Betroffenen durch Technik vermittelt wird.

Müller, M. (2020, forthcoming). Structure and Background. The Influence of Infrastructures on Human Action. In M. Nagenborg, T. W. Stone, M. González Woge, & P. E. Vermaas (Eds.), Technology and the City. Towards a Philosophy of Urban Technologies. Basel: Springer International Publishing.

Lukitsch, K., Müller, M., & Stahlhut, C. (2018). Criticality. In J. I. Engels (Ed.), Key Concepts for Critical Infrastructure Research (pp. 11–20). Wiesbaden: Springer VS.

Müller, M. (2017). The Urban Disposition. A Sartrean Framework for the Analysis of Urban Life. filosofia. Revista Da Faculdade de Letras, 34. 187-203. Link

Müller, M. (2016). Neue Kriterien – neue Chance? Zum Abschlussbericht der Endlagerkommission. Forschungsjournal Soziale Bewegungen. Analyse zu Demokratie und Zivilgesellschaft, 4/16. 134-138.