Graduiertenkolleg zu Kritischen Infrastrukturen

Das Graduiertenkolleg „Kritische Infrastrukturen: Konstruktion, Funktionskrisen und Schutz in Städten“ an der Technischen Universität Darmstadt hat am 1. Oktober 2016 für zunächst viereinhalb Jahre seine Forschungsaktivitäten aufgenommen. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Kolleg arbeiten Historiker_innen, Infrastruktur- und Raumplaner_innen, Bauingenieur_innen, Philosoph_innen, Politikwissenschaftler_innen, Architekt_innen und Informatiker_innen zusammen.

KRITIS und die Funktionsfähigkeit von Städten

Untersuchungsgegenstand des Kollegs sind Kritische Infrastrukturen (KRITIS) in Städten: Das Funktionieren von Städten steht in enger Abhängigkeit von technischen Systemen z.B. der Ver- und Entsorgung, der Kommunikation und des Transports, die als „Nervensysteme“ moderner Städte gelten. Ausfälle oder Störungen können unangenehm sein und sogar zu dramatischen Krisen führen, die Leib und Leben von Stadtbewohner_innen bedrohen. Die wachsende Verwundbarkeit moderner (Stadt-)Gesellschaften führt man üblicherweise auf unterschiedliche Ursachen zurück: Einerseits sind in den letzten Jahren externe Bedrohungen durch Naturkatastrophen, Terroranschläge und Cyberangriffe in den Blick gerückt; andererseits ergeben sich Risiken auch aufgrund der zunehmenden Komplexität und wechselseitigen Vernetzung der Systeme.

Interdisziplinäre KRITIS-Forschung

Das Kolleg an der TU Darmstadt, an dem Professor_innen aus mehreren Fachbereichen beteiligt sind, will die noch lückenhafte Grundlagenforschung zu Kritischen Infrastrukturen voranbringen. Infrastruktursysteme (und deren Ausfälle) sollen in ihren räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen verstanden und erklärt werden. Zugleich wollen die beteiligten Geistes-, Sozial- und Ingenieurwissenschaftler_innen Antworten darauf finden, wie der Schutz vor Funktionsausfällen und die Vorbereitung auf Funktionskrisen organisiert werden können.

In dem Graduiertenkolleg arbeiten Doktorand_innen gemeinsam und unter der Anleitung mehrerer Professor_innen sowie weiterer assoziierter Wissenschaftler_innen an ihren individuellen Promotionen, die durch das übergreifende Thema des Kollegs und ähnliche Herangehensweisen miteinander verbunden sind. Eine Besonderheit des Kollegs sind enge Kooperationsbeziehungen mit Partnern aus der Praxis sowie die Zusammenarbeit mit drei renommierten Forschungsinstituten im europäischen Ausland.

Testimonials

KRITIS offers a perfect platform for cross-cultural and cross-disciplinary exchange amongst research scientists. The individual expertise of various professors and their research candidates greatly facilitated in developing a comprehensive understanding of infrastructure related challenges. The healthy scientific environment at KRITIS helped me to complete my research within the planned duration of three years", Manas Marathe (11/2016 - 10/2019).

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt insbesondere Promovierende vor besondere Herausforderungen. Das wurde innerhalb des GraKos nicht nur anerkannt, sondern umfassend unterstützt. So gewährte man mir ein auf meine Bedürfnisse ausgerichtetes Coaching, finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Zuschüsse für das Home-Office. Daher war das Kolleg für mich eine elementare Stütze und enorme Entlastung auf dem Weg zur Promotion", Stephanie Eifert (10/2016 - 09/2019).

Dank KRITIS konnte ich internationale Konferenzen besuchen und dabei enge Kontakte zu Technikphilosophinnen und Technikphilosophen aus anderen Ländern knüpfen, woraus mittlerweile Publikationen und andere Kooperationen entstanden. Dieser Austausch mit anderen Forschungskulturen hat mich fachlich stark geprägt", Marcel Müller (10/2016 - 09/2019).

Kontakt

+49 6151 16-57365


Besucheradresse:

Graduiertenkolleg KRITIS, Landwehrstraße 54, Gebäude S4|24 113, 64293 Darmstadt


Postadresse:

Technische Universität Darmstadt, Graduiertenkolleg KRITIS, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt

Das Graduiertenkolleg KRITIS wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.